Arteriosklerose-Risiko

Arteriosklerose ist eine Erkrankung der Blutgefäße mit Verdickung/Veränderung der Arterienwände und wird allgemein auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Sie ist eine sehr verbreitete Zivilisationskrankheit und hat viele Ursachen.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • falsche Ernährung
  • Diabetes mellitus (sog. Zuckerkrankheit)
  • Störungen im Fettstoffwechsel (z.B. Hypercholesterinämie)
  • Bewegungsmangel

Arteriosklerose führt insbesondere zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Verschlußkrankheiten der Blutgefäße in vielen Organsystemen.
Sie können auf vielfältige Weise vorbeugen. Insbesondere gilt es zu prüfen, ob ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Arteriosklerose vorliegt.

Wie können Sie das Arteriosklerose-Risiko prüfen?
Mit Hilfe einer gezielten Labordiagnostik lassen sich ausgewählte Risikofaktoren im Blut nachweisen, die die Entstehung einer Arteriosklerose begünstigen. Wir haben für Sie die aus unserer Sicht wichtigsten Laborparameter zusammengestellt:

  • Blutfette/Lipide (Cholesterin und Cholesterin-Untergruppen, Triglyceride)
  • Lipoprotein (a)
  • Homocystein

Die Bestimmung der Blutfette (Lipide) ist besonders wichtig. Neben der Untersuchung auf Triglyceride und Cholesterin (als sog. Gesamt-Cholesterin) wird die Analyse der Cholesterin-Untergruppen empfohlen. HDL-Cholesterin gilt dabei als das sog. gute Cholesterin. Ein hoher Mengenanteil von HDL-Cholesterin wird als protektiv eingeschätzt, LDL-Cholesterin hingegen hat einen schädlichen Einfluß. LDL-Cholesterin wird bei Kenntnis der zuvor genannten Analysenwerte (d.h. Triglyceride, Gesamt-Cholesterin und HDL-Cholesterin) anschließend mit Hilfe einer mathematischen Formel berechnet.

Lipoprotein (a) ist eine dem LDL-Cholesterin ähnliche Verbindung, die beim Menschen genetisch festgelegt ist. Nach vorliegenden Erkenntnissen stellt Lipoprotein (a) einen wichtigen Risikofaktor für die Arteriosklerose dar. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Blutfetten ist eine Beeinflussung mit Medikamenten nicht möglich. Falls ein hoher Meßwert für Lipoprotein (a) ermittelt wird, dann sollte für LDL-Cholesterin ein möglichst niedriger Zielwert angestrebt werden.

Homocystein ist eine Aminosäure, die im Stoffwechsel des Körpers entsteht. Die Erhöhung von Homocystein im Blut ist ein weiterer Risikofaktor. Durch Zufuhr spezieller Vitamine (z.B. Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure) wird in der Regel der Abbau von Homocystein bewirkt, so daß ein hoher Homocystein-Wert im Blut wirksam gesenkt werden kann.

Die Laborwerte sind Grundlage eines individuellen Risikoprofils, durch deren Kenntnis der Entwicklung bzw. das Fortschreiten einer arteriosklerotischen Erkrankung begegnet werden kann, indem eine Umstellung von Ernährung und Lebensweise sowie ggf. die zusätzliche Einleitung einer medikamentösen Therapie vorgenommen wird.

Diese Information ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt, der die entsprechenden Laboranalysen für Sie durchführen lassen kann.

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