Prostatakrebs

Prostatakrebs ist bei Männern über 50 Jahre ein häufiger bösartiger Tumor, aber auch jüngere Männer können betroffen sein. Die von den Krankenkassen für Männer ab dem 45. Lebensjahr getragene Untersuchung zur Krebsfrüherkennung beinhaltet aber neben der Befragung zu früheren Krankheiten (Anamnese) nur die Untersuchung des äußeren Genitals und das Abtasten der Prostata vom After aus (digitaler rektaler Tastbefund). Mit dem Tastbefund wird nur ein geringer Prozentsatz der Karzinome entdeckt, insbesondere werden kleine Tumore der Prostata nicht erkannt. Ziel einer Vorsorgeuntersuchung sollte es sein, Prostatageschwülste frühzeitig nachzuweisen.

Wie kann die Diagnostik von Prostatakrebs verbessert werden?
Neben dem Abtasten der Prostata kann eine Bestimmung des sog. Prostata spezifischen Antigens (PSA) im Blut nach gegenwärtigem Kenntnisstand helfen, ein mögliches bösartiges Geschehen früher zu erkennen und die Heilungschancen zu verbessern.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung werden aber die Kosten der PSA-Bestimmung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Bestimmung von Prostata spezifischem Antigen (PSA)
PSA ist ein Ausscheidungsprodukt der Prostata und weist eine Sensitivität von ca. 90% in der Diagnostik von Prostatakrebs auf. Die Wahrscheinlichkeit von Prostatakrebs steigt mit zunehmender Höhe des PSA-Spiegels im Blut. Bei der Beurteilung des PSA-Wertes ist zu berücksichtigen, daß erhöhte Meßwerte auch bei gutartigen Vergößerungen der Prostata und bei entzündlichen Erkrankungen der Prostata auftreten können. Vor allem bei PSA-Werten im sog. Graubereich (altersabhängig zwischen 4 und 10 ng/ml) sind weitere Untersuchungen sinnvoll, um eine Unterscheidung zwischen bösartigen und gutartigen Erkrankungen anzustreben. In diesem Fall gestattet die zusätzliche Bestimmung des freien PSA mit der Berechnung des Quotienten aus freiem PSA und Gesamt-PSA eine erweiterte Aussage aus labordiagnostischer Sicht.

Die Durchführung der PSA-Bestimmung erhöht die Chancen einer frühzeitigen Erkennung von Prostatakrebs, bietet aber keine absolute Sicherheit; der PSA-Wert allein diagnostiziert somit nicht ein Prostatakarzinom. In der Regel muß sich der Patient weiteren Untersuchungen unterziehen, um die Diagnose zu erhärten und um ggf. eine Therapie einleiten zu können.

Diese Information ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt, der die entsprechenden Laboranalysen für Sie durchführen lassen kann.

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