Abstriche

Abstriche für die mikrobiologische Fragestellung

Transportgefäß:

  • entsprechende Abstrich-Medien einschließlich Umhülle

Grundsätzlich ist eine Probengewinnung vor Beginn einer antibiotischen Therapie wünschenswert.
Das Transportsystem (Eswab) beinhaltet ein geeignetes Transportsubstrat (AMIES-Medium), in welches die Tupfer sofort nach dem Abstrich einzubringen sind. Es verhindert die Austrocknung und Fixierung der Keime am Tupfer, verdünnt schädliche Sekrete oder Therapeutika und schirmt die Keime gegen Luftsauerstoff ab. Dadurch bleiben diese über eine gewisse Transportdauer hinweg im ursprünglichen Mengenverhältnis erhalten. Dies ist vor allem bei empfindlichen Mikroorganismen und bei Vorhandensein von Normalflora von Bedeutung. Bei den üblichen konservierenden und stabilisierenden Transportmedien, welche die Bakterienvermehrung bewusst nicht fördern sollen, ist Belassen bei Raumtemperatur günstiger als eine Inkubation bei 37 °C.
Soweit möglich, sollte flüssiges Material wie Eiter oder notfalls auch Spülflüssigkeit zur Untersuchung verwendet werden. Diese bieten die günstigsten Voraussetzungen zur Isolierung der Erreger. Gleichzeitig ermöglichen Sie eine mikroskopische Untersuchung. Eiter kann allerdings auch steril sein, da die Bakterien durch die leukozytären Enzyme abgetötet werden können. Daher ist es ratsam, neben dem Eiter auch einen Abstrichtupfer einzusenden.
Da mikroskopische Originalpräparate für den Befund wichtig sein können (z. B. bei Angina Plaut-Vincent), sollte zusätzlich zu einem Abstrich ein Objektträger-Ausstrich zur Untersuchung eingesandt werden.
„Probenvorbereitung kompakt“ als PDF-Datei im Download-Bereich

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