Allgemeine Hinweise

Die Qualität unserer Untersuchungsbefunde wird in entscheidendem Maße von der Qualität des Untersuchungsgutes beeinflusst. Die Wahl des geeigneten Untersuchungsgutes, die sachgerechte Probennahme sowie die Einhaltung geeigneter Transportbedingungen und Transportzeiten sind daher wichtige Voraussetzungen im Hinblick auf einen verlässlichen Untersuchungsbefund und die Diagnosestellung.

Auftragschein und Materialbeschriftung
Jede Probe muss mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten beschriftet werden, um eine eindeutige Probenidentifikation zu gewährleisten. Dabei sollte der Röhrcheninhalt (zur Material-Kontrolle im Labor) noch ausreichend sichtbar bleiben.
Bei gesetzlich versicherten Patienten bitte den entsprechenden Labor-Überweisungsschein (Muster 10) mit den jeweiligen Patientendaten sowie Datum und Uhrzeit der Entnahme beilegen. Zur Budgetschonung sollten falls möglich Ausnahmekennziffern verwendet werden.
Bei Privat- bzw. Krankenhauspatienten bitten wie Sie, nicht den üblichen (Muster 10) Labor-Überweisungsschein verwenden. Hierfür stehen spezielle Untersuchungsbögen zur Verfügung.

Neben den üblichen Angaben wie Patientendaten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht) sollte der Untersuchungsauftrag folgende Informationen unbedingt beinhalten:

  • eine eindeutige diagnostische Fragestellung
  • gezielte Anforderung (z. B. MRSA-Ausschluss)
  • genaue Angaben über den Entnahmeort und den Entnahmezeitpunkt
  • bei Tagesprofilen bitte eindeutige Kennzeichnung; z. B. Rö.1, Rö. 2 oder Rö. vor, Rö. nach
  • Klinische Symptome des Patienten
  • Risikofaktoren des Patienten (z. B. Diabetes, Immunsuppression)
  • Anamnese ( z. B. Auslandsaufenthalt)
  • Verdachtsdiagnose
  • Angaben über eine evtl. bereits begonnene Antibiose

Was ist bei der Patientenvorbereitung zu beachten?
Die meisten Referenzbereiche wurden im morgendlichen Untersuchungsmaterial ermittelt. Daher wird generell eine Abnahme des Untersuchungsmaterials in der Zeit zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr empfohlen. Die letzte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sollte am Vorabend zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erfolgt sein; ca. 24 Stunden Alkoholkarenz. Die Entnahme muss im medikamentenfreien Intervall durchgeführt werden, also vor der Morgenmedikation. Um den Einfluss körperlicher Belastung zu vereinheitlichen, sollten alle Patienten 5 – 10 Minuten vor der Blutabnahme im Sitzen oder Liegen verbringen; in den letzten 2 – 3 Tagen keine überdurchschnittlichen körperlichen Belastungen. Neben diesen allgemeinen Richtlinien zur Patientenvorbereitung sind bei bestimmten Untersuchungen darüber hinausgehende Maßnahmen zur Vorbereitung des Patienten erforderlich.

Was ist bei der Gewinnung von mikrobiologischem Untersuchungsmaterial zu beachten?
Für die mikrobiologischen Untersuchungsmaterialien ist es nicht möglich eine einheitliche Stabilität festzulegen. Das Material sollte nach Möglichkeit am Entnahmetag ins Labor gesandt werden, da es ansonsten zur Veränderung der Keimmenge kommen kann. Bei folgenden Untersuchungen werden empfindliche Erreger nachgewiesen, die bei einer zu langen Transportzeit absterben können.
In folgenden Fällen muss das Material innerhalb einer 24 Stunden-Frist im Labor eingehen:

  • Liquor
  • Gefäßkathetherspitzen
  • Gonokokken-Kultur
  • Meningokokken-Kultur
  • Helicobacter-Kultur aus Biopsiematerial
  • Helicobacter-EIA aus Stuhl

„Probenvorbereitung kompakt“ als PDF-Datei im Download-Bereich

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