Blutproben

Transportgefäß:

  • S-Monovette® einschließlich Umhülle
  • BD-Vacutainer einschließlich Umhülle

Bei der Blutentnahme sollte der Patient liegen, bei Verlaufskontrollen sollte die Entnahmestelle stets im gleichen Gefäßgebiet sein; in der Regel ist dies die periphere Armvene.
Bei Gewinnung von venösem Blut sollte die Zeitdauer der Stauung 30 Sekunden nicht überschreiten; pumpen vermeiden (führt u. a. zu Kaliumanstieg).
Zur Vermeidung einer Hämolyse sollte zu starkes Aspirieren mit der Entnahmespritze oder die Aspiration von paravenösem Blut nach Durchstechen der Vene vermieden werden. Zum Erzielen zuverlässiger Analysenergebnisse ist die Wahl des richtigen Entnahmeröhrchens von entscheidender Bedeutung; auf die jeweils erforderlichen Materialien (Serum, EDTA-, Citrat-, Heparinblut bzw. –Plasma) wird im Untersuchungsprogramm hingewiesen.

Serum
Serum wird aus Blut nach Abtrennung des Koagulums erhalten, es enthält keine Gerinnungsfaktoren mehr.
Vorgehensweise:

  • Blutentnahme erfolgt in entsprechende Röhrchen ohne Zusätze (Trenn-Gel zählt nicht als Zusatz)
  • mindestens 20 Min. stehend durchgerinnen lassen
  • ca. 10 Min. bei 3000 U/min zentrifugieren
  • Überstand in Sekundärgefäß ohne Zusätze abpipettieren

Plasma
Plasma erhält man nach dem Abtrennen der Blutzellen, es enthält im Gegensatz zu Serum noch Gerinnungsfaktoren.
Vorgehensweise:

  • Blutentnahme erfolgt in entsprechende Röhrchen mit Gerinnungshemmern wie z. B. EDTA, Citrat oder Heparin
  • sofort durch vorsichtiges Schwenken durchmischen
  • Material kann sofort zentrifugiert werden (ca. 10 min bei 3000 U/min)
  • Überstand in Sekundärgefäß ohne Zusätze abpipettieren

Bei der Blutentnahme sollte folgende Entnahme-Reihenfolge beachtet werden:

  1. Vollblut (Serum)
  2. Citrat-Blut
  3. EDTA-Blut, (Heparin-Blut)
  4. Na-Fluorid-Blut

Alle Blutröhrchen mit Zusatz unmittelbar nach der Entnahme mehrmals – ca. 8 bis 10 Mal – vorsichtig überkopf mischen (nicht schütteln); Vollblutröhrchen stehend gerinnen lassen.
Kapillarblut ergibt schlechter reproduzierbare Werte als Venenblut, da es in der Zusammensetzung zu inkonstant ist. Klinisch relevantere Ergebnisse als die venöse Blutentnahme liefert die kapilläre Entnahme bei Bestandteilen, die durch den Muskelstoffwechsel stark beeinflusst werden wie Laktat und Glukose. Eine Entnahme aus einem bereits liegenden Verweilkatheter sollte vermieden werden.

„Probenvorbereitung kompakt“ als PDF-Datei im Download-Bereich

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